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Infobrief Nr. 106 - Nov./Dez. 2007

von Fritz Ruoss


SR1 Zeitfestigkeit

Neu in SR1 ist die Berechnung der Lastspielzahl aus der Schwingbeanspruchung.

Für die Schwingbeanspruchung wird die Sicherheit SD berechnet aus Ausschlagspannung Sigma a bzw. Sigma ab und zulässiger Spannungsamplitude bei Dauerhaltbarkeit Sigma ASV bzw. Sigma ASG. Die Dauerhaltbarkeit bezieht sich auf eine Lastspielzahl von ND = 2*10^6 Schwingspielen. In der VDI 2230:2003 ist beschrieben, wie hoch die Spannungsamplitude sein darf, wenn im Betrieb nur wenige tausend Schwingspiele auftreten:

Schlussvergütet: Sigma AZSV = Sigma ASV (ND/NZ)^1/3

Schlussgewalzt: Sigma AZSG = Sigma ASG (ND/NZ)^1/6

Wenn die berechnete Spannung Sigma a als Sigma AZS(V,G) gesetzt wird, kann man umgekehrt die Lastspielzahl für die Schraubenverbindung berechnen, mit der Sicherheit SD = Sigma ASV /

Sigma AZSV bzw. Sigma ASG / Sigma AZSG:

Schlussvergütet: NZ = ND * SD^3

Schlussgewalzt: NZ = ND * SD^6

Für Sicherheit SD = 1.0 erhält man NZ = 2 Millionen Lastspiele gemäß Definition in VDI 2230. In SR1 wird die Lastspielzahl auch für Sicherheiten größer 1 berechnet.


SR1+ Flanschzeichnung

Nach Eingabe der Flanschdaten in SR1+ wird jetzt die Zeichnung generiert. Bei der Zeichnung gab es eine Korrektur: Irrtümlich war in früheren Versionen Teilkreisdurchmesser und Außendurchmesser um den Faktor 2 zu groß gezeichnet worden.


WL1+ Diagramm Biegespannung

Unter "Diagramme Biegespannung" war bisher die Resultierende nicht angezeigt worden.


ZAR3 Schmierstoffauswahl

Außer Mineralöl, Polyglycol EO:PO=0:1 und Polyglycol EO:PO=1:0 kann man jetzt noch Klübersynth GH 6 für das Schneckengetriebe wählen. Je nach Anwendung kann man damit höheren Wirkungsgrad und größere Lebensdauer erreichen.


FED1,2,3,4,5,6,7,8,9: Print Macro

In den Federprogrammen kann man jetzt ankreuzen, welche Ergebnisse, Zeichnungen und Diagramme nacheinander ausgedruckt werden sollen. Die Einstellung wird in der Konfiguration abgespeichert.


FED3 Spannungskorrekturfaktor q

Immer wieder gibt es Rückfragen zum Spannungsfaktor q.

Der Spannungsfaktor q wird bei tangentialen Schenkeln berechnet aus dem Wickelverhältnis Dm/d. Bei abgebogenen Schenkeln jedoch aus dem "Wickelverhältnis" der Schenkelbiegung 2*r/d, welches meistens einen höheren q-Wert ergibt. Die Feder bricht nicht im Windungsbereich, sondern im Abbiegebereich der Schenkel.

Bei tangentialen Schenkeln ist der q-Faktor anzuwenden bei dynamischer Beanspruchung und bei Beanspruchung entgegen der Windungsrichtung (öffnend).

Bei abgebogenen Federn muß der q-Faktor jedoch auch bei statischer Beanspruchung in Windungsrichtung berücksichtigt werden, weil dann in der Abbiegung eine Beanspruchung gegen Windungsrichtung auftritt (Zugspannung in der Innenseite des Querschnitts). Dieser Fall ist in der Norm nicht erläutert.


Maßstäbliche Zeichnungen drucken mit DXFPLOT

Die unter Datei->Drucken ausgedruckten Zeichnungen sind nicht maßstäblich. Maßstäbliche Zeichnungen kann man ausdrucken mit der Zusatzsoftware DXFPLOT (123 EUR), wenn der Drucker HP/GL versteht (PCL5, PCL6). DXFPLOT wird als externes Programm im Kommandozeilenmodus aufgerufen. Maßstäbliche Zeichnungen druckt man im CAD-Menü, dann "Ausgabe auf Laserprinter/Plotter mit DXFPLOT" wählen. Die Benutzerschnittstelle wurde jetzt verbessert, so daß in den meisten Fällen nur noch der Maßstab eingegeben werden muß. Für direkte Ausdrucke ist zu beachten, daß Ausgaben über LPT-Schnittstellen zum Drucker umgeleitet werden.


Ausdruck

Zeit wird mit ausgedruckt. Datum und Zeit werden jetzt in Zeile 2 gedruckt, dann bleibt in Zeile 3 mehr Platz für Dateipfad.


Fertigungszeichnung

Mit der Fertigungszeichnung wird oben Programmname und Versionsnummer mit ausgedruckt, Datum und Zeit unten rechts.


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