Deutsch English

Infobrief Nr. 105 - Sept./Okt. 2007

von Fritz Ruoss


ZAR3 Sicherheit SH und SF nach Niemann und DIN 3996

Während nach Niemann die Sicherheiten SH und SF für Schnecke und Schneckenrad getrennt berechnet werden, berechnet DIN 3996 nur die Sicherheiten des Schneckenrads, weil dieses in der Regel aus weicherem Material niedriger Festigkeit hergestellt wird.

In dem Diagramm unter "Ansicht -> Sicherheit" in ZAR3 wurden bisher die Sicherheiten nach Niemann in Abhängigkeit vom Drehmoment dargestellt. Jetzt kann man wahlweise die Sicherheiten nach Niemann oder DIN 3996 anzeigen lassen.


ZAR3 Wirkungsgrad nach Niemann und DIN 3996

Die Berechnungsmethoden nach Niemann und DIN 3996 unterscheiden sich. Während bei der Berechnung des Wirkungsgrads nach Niemann die Schmierstoffviskosität einen erheblichen Einfluß hat (Leerlauf-Verlustleistung PV0), geht diese in die Berechnung nach DIN 3996 überhaupt nicht mit ein.

Aufgrund der Diskrepanz der Ergebnisse wurden die Diagramme "Ansicht -> Wirkungsgrad" in ZAR3 entfernt. Während bei der Berechnung nach Niemann die Temperatur wegen der Viskositätsänderung den Wirkungsgrad maßgeblich beeinflußt, hat die Schmierstofftemperatur bei Berechnung nach DIN 3996 überhaupt keinen Einfluß auf den Wirkungsgrad.

Neu in die Wirkungsgradberechnung nach Niemann aufgenommen wurde die Lagerverlustleistung mit PVLP = 0.01 P1 (bisher nicht berücksichtigt).


ZAR3 - Verteilungsgrafik Wirkungsgrad

Neu in ZAR3 ist eine Grafik mit den einzelnen Leistungsverlusten und ihr Einfluß auf den Wirkungsgrad. Bei Berechnung nach Niemann werden Verzahnungswirkungsgrad PVz, Leerlaufverlust PV0 und jetzt auch Lagerverlustleistung PVLP berücksichtigt, nach DIN 3996 außerdem noch die Verlustleistung durch Dichtringe PVD.


WN2, WN4, WN5, WN10 - Ansicht-Menü

Das Ansicht-Menü wurde übersichtlicher strukturiert mit Untermenüs. Neu sind Zeichnungen des Bezugsprofils sowie technische Zeichnungen von Welle und Nabe.


SR1 - Print Macro

Im "Print Macro" Fenster von SR1+ kann man ankreuzen, welche Ergebnisse, Diagramme und Zeichnungen zusammen ausgedruckt werden sollen. Diese Möglichkeit gab es schon in einer früheren Version, wurde dann aber wegen zeitweise aufgetretener Fehlermeldungen wieder herausgenommen. Die Zugriffsverletzungen sollten jetzt nicht mehr auftreten. Die Einstellungen werden in der cfg-Datei mit abgespeichert. Es ist vorgesehen, den Serienausdruck auch in die anderen Berechnungsprogramme aufzunehmen.


Datenbank Federwerkststoff Ti-3-8-6-4-4

In den Federprogrammen FED1,2,3,5,6,7,8,11 wurde die Titanlegierung Ti-3Al-8V-6Cr-4Mo-4Zr in die Werkstoffdatenbank aufgenommen (ohne Goodman-Diagramm).


Kommandozeilenmodus - Option "/NOGUI"

Alle Programme kann man auch im Kommandozeilenmodus betreiben (Optionen mit /?). Der Kommandozeilenmodus eignet sich für Optimierungsrechnungen und als Modul für die Berechnung von komplexen Systemen. Mit einem übergeordneten Programm werden in der Eingabedatei ein oder mehrere Daten verändert, das Maschinenelement berechnet, und das Ergebnis anhand der Ausgabedateien ausgewertet. Mit "wfed1 test.fed /I" wird zum Beispiel die Datei test.fed eingelesen, eine Druckfeder berechnet, und der Ausdruck als test.txt abgespeichert. Bei schweren Eingabefehlern (Fatal Error) kann keine Berechnung durchgeführt werden, es wird ein Fenster mit Fehlermeldungen angezeigt. Die Anzeige des Fehlerfensters kann man jetzt unterdrücken mit der Option "/NOGUI", das Programm wird dann ohne Ergebnisdatei beendet.


CAD Diagrammgrenzen

Bei Ausgabe von Diagrammen als DXF- oder IGES-Datei kann man die Diagrammgrenzen frei eingeben. Mit "Calculate" werden die Standardvorgaben gesetzt. Wenn die Diagrammgrenzen verändert werden sollen (zum Vergleich von verschiedenen Diagrammen), kann man das Diagramm im CAD-Menü wählen, Grenzen eingeben, "Kontrollausgabe auf Bildschirm" wählen.

Bisher wurden die Diagrammgrenzen auch im Command Line Modus abgefragt. Das Eingabefenster erscheint jetzt nicht mehr, die Standardvorgaben werden verwendet.


Speicherüberlauf Fehler 227

Bei Datenbankzugriffen erzeugen die Programme eine Index-Datei (NDX) im Temporären Ordner. Dabei wird vorher geprüft, ob genügend Speicher zur Verfügung steht. Wenn der freie Speicher größer als 2^30 kB (ca. 1000 GB oder 1 TeraByte) ist, kam es bisher zu einem Integer-Überlauf mit der Fehlermeldung 227 (unzureichender Speicherplatz). In neuen Versionen ab 11.10.2007 tritt der Fehler nicht mehr auf. Bei älteren Versionen muß für Temporär-Ordner (und evtl. auch Datenbank-Ordner) unter Datei->Einstellungen ein kleineres Laufwerk konfiguriert werden. Vorzugsweise z.B. C:\temp auf der lokalen Festplatte. Bei Netzwerkversionen ist es sowieso sinnvoll, als Temporär-Ordner kein Netzlaufwerk zu verwenden, um nicht mit temporären Dateioperationen das Netz zu belasten und die Anwendung unnötig zu verlangsamen.


Preisliste | Bestellung | E-Mail | Homepage